www.bisdasblutgefriert.de

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BLOODSTAINED GROUND “A POEM OF MISERY”   Zurück zur Übersicht - Back to the previous page

Bloodstained Ground - A Poem Of Misery

TRACKLISTING:

01.  (Self)Imposed Denial
02.  Yersinia Pestis
03.  A Poem Of Misery
04.  Apega
05.  Abiuro
06.  The Old Ones
07.  The Old Ones
08.  A Noble Lady
09.  Poisoned Mind

Label: Czar Of Bullets
Web: www.czarofcrickets.com

BLACKENED DEATH

Für Fans von: At The Gates - Dark Tranquility - Ceremonial Oath

SCHWEIZ

Schwermütige Celloklänge eröffnen das Album einer Formation namens BLOODSTAINED GROUND (schöner Name: Blutbefleckter Untergrund). Die Band kommt aus dem schweizerischen Zofingen und spielt astreinen Blackened Melodic Death Metal, wie er lt. Label-Info den Fans von „Behemoth“, „Fleshgod Apocalypse“ und „At The Gates“ gefällt. Der Auftakt „(Slef)Imposed Denial“ erinnert mich eher an die heftigen Melodic Bretter der finnischen „Apocalyptica“ – geschuldet den melancholisch wuselnden Streicherelementen, die von Cellistin Liz Schneider gespielt werden. Das nachfolgende „Yersinia Pestis“ geht ab nach vorne und macht keine Gefangenen, das Album der Schweizer ist 2014 veröffentlicht worden und ich habe die digitale Kopie jetzt im Rahmen der alljährlichen Aufräumarbeiten zum Ende des Jahres in einem Ordner gefunden - natürlich wird es nachträglich bewertet und  in der dazugehörigen Jahresbestenliste untergebracht. Auch der zweite Track beinhaltet einen geilen Violinenpart, der einen Hauch experimentellen Expressionismus beinhalte und der am Ende des Mittelteils dazu noch in gehobene burlesque Virtuosität abdriftet. Gabriel Miranda ist der Geiger, von dem Musiker habe ich im Web noch ein wundervolles Videos gefunden, in dem er mit einem Pianisten spielt: https://youtu.be/aox8_zM6UBE

Im Titelsong „A Peom Of Mysery“ zeigen die Boys, dass sie auch des Lateinischen kundig sind: <vidi in ocolis populi et vidi quomodo haesit ad mentitur ad intelligentiam vertitatis sunt circumvenit et egit in mortem et desperatio> gibt’s am Ende des epochalen Stücks zu hören. Die zweistimmig in höchstem Tempo gespielten Geschwindigkeitsriffs unterstreichen das expertise Können der beiden Gitarristen. Als <Kammermusik in einem Folterkeller> bezeichnen die Label-Infos die Symbiose zwischen ultraharten Bretter-Riffs und der gefühlvollen Ladung von Streichern (neben dem oben erwähnten Violinisten gastieren noch Cellistin Liz Streicher und Marco Piccapietra an der Sitar). Und mit Tortur kennen sich die Folterknechte aus Zofingen bestens aus – „Apega“ ”besingt” die unorthodoxen Methoden des spartanischen Tyrannen Nabis, der Zahlungsunwillige gerne in  eine mit Eisennägeln versehene mechanische Maschine steckte, ähnlich der „eisernen Jungfrau“. Der Urvater aller Gerichtsvollzieher, ha, ha.

Die Inquisition hat auch ihren Spaß in „Abiuro“, (ebenfalls ein Begriff aus dem Lateinischen) der Sänger liegt wohl gerade auf der Streckbank <around my neck the heretic’s fork – abiuro (ich schwöre ab) i scream – the wayward’s fork – i repent to all my sins – i confess to your belief and i will accept your words) (Hinweise zu weiteren interessanten Foltermethoden im Mittelalter und in archaischen Zeiten gibt es übrigens auf unserer neuen Horrorwebseite ab Mitte Januar). 2007 haben Roger Rüfenacht (Vocals), Thomas Gerber (Gitarre), Mischa Leutwyler (Gitarre), Thomas Müller (Bass) und Markus Bader (Schlagzeug) die Band gegründet, bisher gibt es einschließlich dieser CD zwei Studio Alben und eine EP. Die neue CD gibt’s übrigens inklusive wunderschön gestaltetem 12seitigen Booklet. Das Cover hat der griechische Grafkünstler und Webdesigner Anestis Goudas entworfen, wer mal kucken will: http://www.anestisgoudas.com/  der Mann begeistert sich selbst für Heavy Metal und steht u. a. auf die Bands Iron Maiden, Dream Theater, Iced Earth, Rotting Christ und Lake of Tears.

Hammerstark auch die Sitarklänge von Marco Piccapietra in “The Old Ones” - indische Mystik versinkt in einer gutturalen Heavy Metal Orgie, in der den von H. P. Lovecraft im Rahmen der “Ctulhu”-Saga verklärten Gottheiten “Gatanothoa”, “Azathoth” und “Shub-Niggurath” gehuldigt wird - harter Tobak - aber ein genial vertontes Geschichtchen für Horrorfans, die sich auch schon mit den Werken des US Autors beschäftigt haben. Und alle Genre Fans, die das noch nicht getan haben - selbst schuld (aber auch dazu mehr im Januar!).

A Noble Lady” war die ungarische Blutgräfin Elisabeth Báthory, die sich ihre Jugend vom Blut geopferter junger Frauen erhalten hatte, bevor sie dann im Jahr 1611 als Serienmördern verurteilt wurde. Es gibt schon über hunderte von Metal oder Rock Bands, die sich der Geschichte des bedauernswerten Mädels angenommen haben, das Metal Märchen von BLOODSTAINED GROUND ist eines der schönsten bisher.

VÖ: 17.10.14

Verfügbar: CD & Digitales Album

Empfehlung: K K K K K K K K K K

Web:  http://www.bloodstainedground.ch/  &  https://soundcloud.com/bloodstained-ground

TOURDATEN

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