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LORDS OF CHAOS

Titelbild des Limited Edition "Lords Of Chaos" mit Blu-ray und DVD

Originaltitel:

Lords Of Chaos

TT: 1 Std + 53:58 Minuten

Film-Premiere:

23. Januar 2018 beim Sundance Festival

Premiere UK:  29. März 2019

FSK 18

Regie: Jonas Åkerlund

Musik: Sigur Rós (Score)

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„Lords Of Chaos“ – ein Musikfilm, vor allem von Fans der „Black Metal“-Bewegung mit Spannung erwartet. Genre-Insider, die sich vor vielen Jahren mit dem gleichnamigen Buch (inkl. CD-Beilage) beglückt haben, wissen, worum es sich bei der Doku handelt, die auf diesem Sachbuch basiert. Vor kurzem sind jetzt auch DVD, Blu-ray und eine Kombi von beiden als „Limited Edition“ erschienen. Letztere kommt als cooles Mediabook, einem fein illustrierten Booklet und (nur) auf der Blu-ray einer ca 18minütigen Featurette zum Film. Bevor die ersten Bilder über die Mattscheibe flimmern, gibt es den Text <Der folgende Film beruht auf wahren Ereignissen und will in keiner Weise die Handlungen oder Aussagen der porträtierten Personen gutheißen oder glorifizieren. Der Film versucht in seiner schonungslosen, provokant-realen Inszenierung vorrangig Zeitgeschehen zu porträtieren und dabei nachhaltig zu mahnen.> 1 Stunde 53:58 Minuten gibt es packend-teils-schockierendes Material, sehr schön auch, dass das Artwork des Mediabooks nicht mit einem häßlich-gräßlichen FSK-18-Sticker verschandelt wurde. Leider gibt es im ganzen Film nur spärlich Musik, da hätte ich mir viel mehr gewünscht, die erste Szene ist eine Proberaum-Szene im elterlichen Wohnhaus mit Marshall Anlage, Gibson Les Paul und Pearl Drums. Der anfangs wie garagen-rockiger Classic Metal klingende Sound entwickelt sich dann im ländlichen Proberaum und dem Einstieg des neuen abgefahrenen Sänger „Dead“ zum charakteristischen bösartigen Black Metal von „Mayhem“, wie sich die Band in Anlehnung an den Song „Mayhem With Mercy“ von der Extreme Metal Band „Venom“ nannte.

Aber eigentlich ist das Thema Musik im Film nur Randerscheinung, es gibt sie zwar zu hören, aber wer erwartet, dass die stilistischen Feinheiten dieses Subgenres behandelt werden, darf zu Recht enttäuscht sein. Dafür sind die Charaktere der Hauptpersonen wesentlich vielschichtiger gezeichnet - Depressionen, Todessehnsucht und martialische Selbstverstümmelungsriten, , satanisches Posing und gruselige Schminkversuche, die allerdings eher an lustige Faschingskostüme denn an bedrohliches Outfit erinnern. Die erste wilde nächtliche Fete endet im versifften Chaos, in dem es erste Auflösungserscheinungen gibt und sich die metallische Spreu vom Weizen trennt.. Beim  ersten Auftritt holt Dead ein Messer hervor und schlitzt sich die eigenen Arme auf, lässt das Blut genüßlich auf die Bühne tropfen. Der harte Kern ist begeistert und feiert seine neuen Helden mit einem ein paar Stunden vorher abgetrennten Schweinekopf, den die Band kurz davor ins Publikum geworfen hat. <ich scheiß auf diesen ganzen death und thrash metal und den ganzen schwedischen Metal Rotz – die machen eigentlich nur happy metal> gibt Bandleader Euronymus nach dem Konzert von sich <wir machen echten norwegischen black metal>. Wer kann, sollte sich den Film in der englischen Originalsprache ansehen (Untertitel können zugeschaltet werden), denn nur dort ist die Sprache noch derber als in der weichgelutschen Deutsch-Synchro. Außerdem: Zart Besaitete, die beim ersten Eimer Blut umkippen, sollten den Film unbedingt meiden und wenn ich bedenke, dass die schwachsinnigen Idioten der FSK früher einmal solch urige Fantasy-Splatter-Filme wie den „Tanz der Teufel“ indiziert haben, verwundert es, dass es bei diesem Film „nur“ für eine FSK-18-Freigabe gereicht hat.

Die Innenansicht des Mediabooks mit Blu-ray und der ersten Seite des Booklets

Es beginnt mit der Szene, in der Sänger Per Yngve Ohlin, wie “Dead” mit Geburtsnamen hieß, im heimeligen Wohnzimmer an sich herum schneidet, an den Armen, an der Brust – im Blutrausch gibt er sich einen tiefen Schnitt am Hals und ergötzt sich daran zu ergründen, wie es ist, an der Schwelle des Todes zu stehen. Er legt sich das Gewehr an das rechte Auge und bläst sich das Hirn weg. Tatsächlich passiert am 08. April 1991. Stunden später kommt Euronymus, verschafft sich gewaltsam Eintritt ins Haus, ruft die Polizei an und meldet den Vorfall, nicht ohne sich aber vorher eine Polaroid gekauft zu haben, um den Selbstmord zu dokumentieren. Die Bilder hat die Band begeistert als Promo-Material verarbeitet. Euronymus schneidet aus der überall herumliegenden Hirnmasse des Toten ein paar Knochen heraus und gibt diese an seine Kumpels weiter, damit sie künftig ein Stück ihres ehemaligen Sängers bei sich tragen. Die Story geht weiter zur Gründung des eigenen Plattenladen, einem Einblick in den nur den Membern des „schwarzen Circle“ begehbaren satanischen Gruft-Kellers, dem zweiten noch etwas schüchternen Auftritt von Kristian “Varg” Vikernes und der Aufnahme seines Debüt Albums von „Burzum“, seinem Ein-Mann-Projekt. Zwischendurch laufen im Fernseher die härtesten Szenen von Sam Raimi’s „The Evil Dead“, nach 45 Minuten wird dann - auch Fakt - die erste antike Stabkirche abgefackelt. Nach 57 Minuten wird ein Homosexueller auf bestialische Weise abgeschlachtet, die nächsten Kirchen werden blasphemisch entweiht und ebenfalls in Brand gesetzt. Das Ende ist (den Genre-Fans natürlich) bekannt – der brutale Mord von Wikernes an seinem ehemaligen Bandmember Euronymus ist das finstere Highlight des Films und es verwundert, dass der Mörder nach 15 Jahren wieder auf Bewährung in die Freiheit entlassen worden ist, der Mörder lebt heute unter neuem Namen Louis Cachet in Frankreich. Damit offenbart sich wieder einmal die lächerliche Rechtsprechung der schwachsinnigen Gesetzgebung, die so überflüssig ist wie ein Kropf. Die einzig wahre Vergeltung eines Verbrechens wird wohl immer die Selbstjustiz bleiben, wie sie schon von Schauspieler-Ikone Charles Bronson in der 5teiligen “Death Wish”-Reihe erfolgreich praktiziert worden ist. 

Die "Lords Of Chaos" kurz vor ihrem ersten Gig auf größerer Bühne

Natürlich werden Gegner und Pseudoexperten die Subkultur “Black Metal” und hauptsächlich den Film wieder verteufeln bis zum Geht-nicht-mehr, aber (Zitat aus dem Comedy-Grusel-Klassiker “Ein Sprung in der Schüssel”): Wen interessiert das schon?. Für die Weiterbildung zum Thema sei auf jeden Fall das für Genre-Fans unverzichtbare Buch empfohlen, das ich in der Einführung schon erwähnt habe Einen offiziellen Soundtrack zum Film gibt es bisher leider noch nicht, obwohl die „Lords Of Chaos“ bereits im Januar 2018 erstmals beim Sundance Festival vorgestellt worden sind. Aber im (rückwärts laufenden) Abspann sind sämtliche meistens nur kurz angespielte Songtitel aufgeführt und alleine hier dürften vor allem Einsteiger jede Menge Tipps finden, was sich zu hören lohnt, um ins Subgenre einzusteigen. Fans der Musikrichtung werden das meiste dieser Musik sowieso schon in ihrer Kollektion haben. In dieser Liste habe ich 50 der besten „Black Metal“-Alben aller Zeiten zusammengestellt, auf dieser Webseite, die Anfang Oktober offiziell und komplett online geht und die nur empfehlenswert ist für Menschen, die das 18jährige Lebensalter erreicht haben, gibt es eine etwas andere Liste, in der ich auf die in anderen Statistiken immer auftauchenden Mainstream-BM-Alben verzichtet habe und dafür dort den wirklich-wahren extremen harten Sheet vorstelle.

Wilson Gonzalez Ochsenknecht beim Interview im 17minütigen Featurette der Blu-ray

DIE DARSTELLER: Rory Culkin (Euronymus), Emory Cohen  (Vark Vikernes), Anthony De La Torre (Hellhammer), Sky Ferreira (Ann-Marit), Jack Kilmer (Dead), Valter Skarsgård (Faust), Sam Coleman (Metalion). Jonathan Barnwell (Necrobutcher), Wilson Gonzalez Ochsenknecht (Blackthorn), Lucian Charles Collier (Occultus), Andrew Lavelle (Fenriz), Arion Csihar (Attila Csihar)

FACT SHEET

Regie: Jonas Åkerlund; Kamera: Pär M. Ekberg; Komponist Score: Sigur Rós;  Production-Designer: Emma Fairley; Costume Design: Susie Coulthard; Guitar Coaches: Alasdair Bulmer, Peter Sallai, Pierrick Moreaux

Besetzung: Rory Culkin (Euronymus), Emory Cohen  (Vark Vikernes), Anthony De La Torre (Hellhammer), Sky Ferreira (Ann-Marit), Jack Kilmer (Dead), Valter Skarsgård (Faust), Sam Coleman (Metalion). Jonathan Barnwell (Necrobutcher), Wilson Gonzalez Ochsenknecht (Blackthorn), Lucian Charles Collier (Occultus), Andrew Lavelle (Fenriz), Arion Csihar (Attila Csihar), Anna Zsoldos (Euronymus Sister)

Besonderer Gag: Als Euronymus einen Umschlag öffnet, in dem eine zugesandte Demo-Cassette steckt, zieht er zur Überraschung aller Anwesenden eine tote und schon halb verweste aufgespießte Ratte aus dem Päckchen.

MEDIABOOK EXTRAS: (nur auf der Blu-ray)

Featurette: 17:12 Minuten: Ein Interview mit Wilson Gonzalez Ochsenknecht (der Bruder des hierzulande eher bekannten “Jimi Blue” spricht über das Casting, die Besetzung, die Locations,, das Genre); ein kurzes Q&A bei der Deutschlandpremiere beim Filmfest in Berlin (mit WG Ochsenknecht und Regisseur Jonas Åkerlund - bekommt bei der Aussage, dass der Film in nur 18 Tagen gedreht worden ist, Applaus vom anwesenden Publikum)

16seitiges Booklet mit kurzem Abriß zur Geschichte des Black Metal

Trailer (02:19 Minuten)

Sprache: Deutsch / Englisch - Untertitel: Deutsch / Englisch

Web:  https://www.lordsofchaosfilm.com/

Infos zur Filmmusik: Noch kein offizieller Soundtrack (Stand: Mai 2019)

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Bewertung (Auszug: 16 bewertete Kriterien von insgesamt 60 bewerteten Kriterien)

Story

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterhaltungswert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sammelwert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Szenenbild

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Maske

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spannung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grusel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Atmosphäre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gore

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Action

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Humor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Score / Soundtrack / Musik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kamera

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Originalität

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finale

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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